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Mexiko

 

VERSUNKENES REICH DER GÖTTER

 

- La Venta - Teotihuacan

 

- Palenque - Uxmal - Chichen Itzá

... und es waren nicht wenige Götter, die in diesem Land von den Maya, von Tolteken, Azteken und Olmeken verehrt wurden. Diese Namen beschwören Geheimnisse und Rätsel über Kulturen herauf, die über Jahrhunderte existierten und scheinbar nichts als verlassene und vom Urwald überwucherte Städte hinterließen.


Die Mystik Mexikos weckte die Einbildungskraft und Neugier der Europäer von dem Augenblick an, als die Spanier den Fuß auf die Halbinsel Yucatán setzten und die Überreste der im Urwald verborgenen Städte erblickten: Himmelhohe Pyramiden, verzierte Steinsäulen, Tempel mit kunstvoll in Stein geschnitzten Glyphen, geschmückte Paläste und Gebäude von einzigartiger Schönheit. Relikte von Hochkulturen, die sich zu Höchstleistungen des menschlichen Geistes aufgeschwungen hatten.

Die ersten Träger einer erhabenen Kultur scheinen die Olmeken gewesen zu sein, von denen im Park von La Venta riesige Steinköpfe erhalten sind. Der Olmekenkopf von San Lorenzo ist
2,75 m hoch und wiegt über 25 Tonnen. Andere Olmekenköpfe wiegen bis zu 50 Tonnen. Tausende über ganz Mesoamerika verteilte in Stein gemeißelte Gruppenszenen und Einzeldarstellungen lassen erkennen, daß die Olmeken sehr groß und muskulös waren, ... ein Volk von Riesen?

 

Niemand weiß bis heute, woher dieses Volk gekommen ist. Die Kultur der Olmeken ist die älteste Mesoamerikas und eine der geheimnisvollsten. Etwa um das Jahr 1.500 v.Chr. stand sie in etwa 40 Städten in höchster Blüte. Die erste Glyphenschrift, das mesoamerikanische Zahlen- und Kalendersystem und die ersten Inschriften des Long-Count-Kalenders mit dem rätselhaften Datum 3.113 (v.Chr.) tauchen auf.
Die Olmeken konnten die Planetenbahnen berechnen. Sie erbauten die ersten Stufenpyramiden, und heute weiß man, daß sie auch den Kompaß kannten und mit dem Phänomen des Magnetismus bestens vertraut waren.

Größe und Art der in La Venta (Tabasco) gefundenen Bauten, ein ungewöhnlicher kegelförmiger Erdhügel, ‘Olmeken-Pyramide’ genannt, längliche runde Wälle, gepflasterte Plätze, Altäre, Stelen, sind mit geometrischer Genauigkeit kilometerweit längs einer Nord-Süd-Achse angelegt.

Die Sonnenpyramide

Teotihuacán

 

Die klassische Epoche Mesoamerikas nimmt ihren Ausgang in der einzigartigen Stadt Teotihuacán (ca. 80 km von Mexico-City entfernt).

 

Teotihuacán scheint einer der exponierten Plätze auf unserer Erde gewesen zu sein, über den kosmische Impulse größeren Ausmaßes gelaufen sind, ... was immer man darunter verstehen will.

Das ist eng verknüpft mit Teotihuacáns berühmtesten Bauten, der Sonnenpyramide und der Mondpyramide. Es heißt, die Götter hätten sie erbaut. Sie sprechen von Kraft, Wissen, Absicht, von der bewußten Verbindung zwischen Erde und Himmel. Niemand kann sich bei ihrem Anblick dem Gefühl entziehen, daß hier eine Ehrfurcht gebietende Vergangenheit spürbar wird.

Palenque, die Stadt Pacal Votans.

Palenque liegt eingebettet zwischen dem Maya-Hochland an der Pazifikküste und dem nördlichen Flachland von Yucatan am Golf von Mexiko. Seine prachtvollen Paläste und Tempelanlagen aus Kalkstein gehören heute zu den bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten Mexikos. Die Stadt war groß, sehr groß; dem Urwald abgerungen wurde lediglich ihr Zentrum. Inmitten einer Ansammlung von Gebäuden liegt der Palast. Er besteht aus einem ausgedehnten Labyrinth langgestreckter, sich um Innenhöfe gruppierender Gebäude mit prächtig stuckierten Pfeilern, die überragt werden von einem Turm.

Seit den 1920-er Jahren beschäftigten sich Archäologen mit den ausgegrabenen Tempeln und Palästen. Ruhm und Reiz von Palenque nahmen zu, als man entdeckte, daß die Stufenpyramide, die ‘Tempel der Inschriften’ genannt wird, im Inneren eine bis zum Fundament hinabführende Geheimtreppe enthielt.

Am Ende einer Wendeltreppe verdeckte ein dreieckiger Stein den Eingang, der immer noch von Kriegerskeletten bewacht wurde. Dahinter befand sich eine gewölbte Gruft mit Fresken. Beinahe der gesamte Raum wurde von einer großen, massiven Steinplatte eingenommen, die vollständig mit gemeißelten Reliefs bedeckt war und auf einem Sarkophag ruhte.

Inschriften auf den Wänden der Gruft und an anderen Stellen überzeugten, dass der Bestattete der Herrscher Pacal (Schild) war, der 603 geboren wurde und von 615 bis 683 n.Chr. regiert hatte.

Als die fast 4 Meter lange steinerne Deckplatte (Gewicht fünf Tonnen) abgehoben wurde, kam der Sarkophag zum Vorschein, der die Gebeine eines sehr großen Mannes enthielt, die immer noch von Perlen und Jadeschmuck bedeckt waren.

Die Große Pyramide von Chichen Itzá. Die Sonne wirft zu den Tagundnachtgleichen einen Schlangenschatten auf eine der Treppen

 

Chichen Itzá hat eine doppelte, wenn nicht dreifache Vergangenheit, was diesen Ort im Hinblick auf Kultstätten und Kraftplätze um so interessanter macht.

 

Als die Tolteken mit ihrem Führer Topiltzin-Quetzalcoatl im Jahre 987 n.Chr. ihre Stadt Tollan  

(das alte Tula im Norden nahe Teotihuacan), verließen, um eine Gegend zu suchen, wo sie wie in früherer Zeit ihren Göttern huldigen konnten, gelangten sie nach Yucatan. Sie legten eineinhalbtausend Kilometer zurück, um eine flache, tropische Gegend ohne Flüsse zu finden. Sie wanderten bis sie Chichen Itzá erreicht hatten.
Was bewog sie, die heilige Stadt zu übernehmen, die zuerst von den Mayas und danach vom Stamm der Itzá bereits verlassen worden war? 

Die Eroberer machten Chichen Itzá zu ihrer Hauptstadt, die als heiliges Zentrum und als Wallfahrtsort lange vor ihrer Zeit große Bedeutung erlangt hatte. Wie vor ihnen die Itzá, übernahmen sie die alten Kultstätten der Maya, überbauten sie oder errichteten sie neu. 

Zu den berühmtesten Gebäuden zählt man heute das astronomische Observatorium (Caracol) und die Große Pyramide. Die zufällige Entdeckung eines Zugangs ermöglicht es den heutigen Besuchern, den Raum zwischen der Itzá-Pyramide und der sie umhüllenden toltekischen Pyramide zu betreten. Dort führt die frühere Treppe zum Heiligtum der Itzás, wo die Tolteken später ein Bildnis von Chac-Mool, dem Regengott, und das eines Jaguars errichtet haben.

 

Von außen sieht man nur die toltekische, sechzig Meter hohe, neunstufige Pyramide. Sie war dem Gott Quetzalcoatl-Kukulkan, der gefiederten Schlange, gewidmet und ehrt ihn nicht nur mit Darstellungen von gefiederten Schlangen, sondern auch mit der Eingliederung kalendarischer Aspekte. So befindet sich auf allen vier Seiten eine Treppe mit einundneunzig Stufen, die zusammen mit der obersten Stufe, der Plattform, die Zahl der Tage des Sonnenjahres ergeben (91 x 4 + 1 = 365).

 

Quetzalcoatl war mehr als eine mesoamerikanische Lokalangelegenheit. Vielmehr erscheint er als eine unsichtbare und immanente Kraft, die unter dem mythischen Schleier fortwirkt und ihn transzendiert. Diese multiple Präsenz hatte praktisch jeden Aspekt der alten mexikanischen Zivilisation geprägt, auch den der Maya.

Quetzalcoatl scheint eher ein Mysterium zu sein, das Mysterium der Gefiederten Schlange, die von den Maya Kukulkan genannt wurde oder auch: ‘Der Ort wo die Schlange wohnt’.

Quetzalcoatl war nicht nur der Gott einer Religion, sondern ein ganzer Komplex von Mythen mit einer kraftvollen, nie vergänglichen geistig-wissenschaftlichen Struktur.

 

Diese Struktur hat mit Sicherheit zum größten Wunder von Chichen Itzá beigetragen, das als Gesamtanlage in jedem Detail das ungeheure Wissen um mathematische, geometrische, kosmische und universelle Gesetzmäßigkeiten aufzeigt. 

Die Kartierung aller Tempel und Gebäude von Chichen Itzá, einschließlich der Anzahl von Eingängen sowie Treppenstufen, ergibt einen geomantischen Code, der mit den Zahlen des Heiligen Kalenders der Maya, dem Tzolkin, übereinstimmt. 

Uxmal

 

Ganz in der Nähe von Chichen Itzá befindet sich eine noch für die spät-klassische Maya-Zeit typische Stadt: Uxmal. Über die ursprüngliche Bedeutung von Uxmal ist wenig bekannt.

 

Die heute gebräuchlichen Bezeichnungen der restaurierten Bauwerke sind bei der Bevölkerung traditionell in Gebrauch, erklären aber nicht die ursprünglichen Funktionen.

Die Weitläufigkeit der Stadtanlage spricht aber in jedem Falle dafür, daß Uxmal ein bedeutendes Zentrum für einen besonderen Zweck gewesen ist, mit Sicherheit religiös-kosmologischer Art. Der Name der Hauptpyramide kann als einziges großes Denkmal etwas von der ursprünglichen Bedeutung wiedergeben; es ist die Pyramide des Wahrsagers, deren ungewöhnlich steile Seitenwände mehr und mehr verfielen und geschützt werden mussten. Doch auch in ihrer unmittelbaren Nähe kann man erweiternde, wenn nicht 'in den Himmel erhebende' Kräfte spüren.

Daneben hat Uxmal 4 weitere beachtliche Pyramiden und eine Reihe beeindruckender Gebäude. 

Fast alle Bauten haben als besondere Charakteristik lange, durchgehende, reich geschmückte Fassaden, wie der sogenannte Gouverneurspalast, auf dessen Basisplattform das ‘Nonnenviereck’ mit 88 Räumen angelegt ist.

 

Und wie auch im einst heiligen Zentrum von Chichen Itzá treten in Uxmal interessante Zahlen hervor. Nach einigen Bemühungen war es mir gelungen, ihrem Geheimnis ein wenig auf die Spur zu kommen. Auf einem genauen Plan vermaß ich Entfernungen, zählte Gebäude, Treppen und Stufen.

Die Gesamtzahl der Treppenanlagen an allen Gebäuden beträgt 26. Die Maya hatten einen engen Bezug zum Sternbild der Plejaden, es umfasst insgesamt 26 Sterne. Verdoppelt entspricht diese Zahl der heiligen Zahl und Rechnungseinheit 52 im Tzolkin.

Einen weiteren kosmischen Bezug entnahm ich einer mehrräumlichen Betrachtung nach dem gnomonischen Prinzip der Fibonacci-Spirale. Daraus war zu ersehen, dass bestimmte Punkte der Einrichtungen wie 'Eckdaten' verbunden sind mit kosmischen Einstrahlungslinien, die kosmische Energien direkt in das Zentrum der Pyramiden lenken. 

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