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Irland

Die 'Grüne Insel', wie Irland genannt wird, zieht den Besucher in ihren magischen Bann, in ihre mystische Kultur und Geschichte! Hier haben die Hyperborëer und die Tuatha de Danaan - das geheimnisumwitterte Volk der Göttin Dana – gelebt. Hierher kamen auch die Ägypter(!), aber lange davor, 3000 Jahre v.Chr., die Milesier als Eroberer aus dem fernen Griechenland.

Druiden und Kelten haben ihre Spuren hinterlassen, und die ersten christlichen Missionare zogen von hier aus über die schottischen Inseln Iona und Anglesey auf den damals so weit entfernten europäischen Kontinent.

Ganz Irland, so könnte man sagen, besteht aus Kraftorten, wobei es schwerfällt, sich für eine bestimmte Gegend zu entscheiden. Und wer Irland und seine alten heiligen Stätten verstehen will, muss sich auf Mythologie und Traumzeit einstellen, die auf geheimnisvolle Weise zusammengehören.

Noch die keltisch-christlichen Iren glaubten, daß Irland dem biblischen ‘Sündenfall’ entging. Diesem Volksglauben nach ist Irland dem Himmel näher als irgendein Ort, ... und dass der ‘Himmel’ oder die ‘Anderswelt’ jetzt, in diesem Moment, gleichzeitig und immer hier auf der Erde existiert.

 

Die Kelten waren nie um Begriffe verlegen, die zur Beschreibung der Anderswelt dienten. Ein irischer Poet konnte erzählen oder ein Barde davon singen, dass TIR-NA-NOG, das alte keltische Paradies - DAS LAND DES LEBENDIGEN HERZENS, wie es einst genannt wurde - überall um ihn herum existiert. Tir-na-nog bedeutet Land der Jugend, Land der Verheißung, das Andere Land. 

Newgrange - Tara - Hill of Slane - Loughcrew Hills

Newgrange - Knowth - Dowth im Boyne-Valley

So birgt BRÚ NA BÓINNE, das Tal der Könige, an der Ostküste Irlands, 60 km nordöstlich von Dublin, zahlreiche geheimnisvolle, gigantische 'cairns', die in monolithischen Kammern an den Frühlings- und Herbst-Äquinoktien sowie zur Wintersonnwende das Licht der Sonne polarisieren. Die ganze Gegend ist übersät von gewaltigen, als 'mounds' überdeckten Steinkreisen, steinzeitlichen 'ringforts' mit astronomischen Deklinationen, versehen mit rätselhaften Spiralzeichnungen und Gravierungen.

In Irland spricht man dabei heute von steinzeitlicher 'Rock-Art', vielmehr aber von der 'Universal Language' - der Sprache des Universums!

 

Was bewegte Menschen vor mehr als 5000 Jahren, sich im 'Bend of the Boyne', an den Ufern eines kleinen Flusses niederzulassen und eine der bemerkenswertesten Stätten unserer Erde zu gestalten?
Welche Faszination lockt derzeit Tausende von Menschen zu diesem Heiligtum, so daß die Flut der Besucher für Newgrange, Knowth und Dowth organisiert werden mußte?

 

Welch ein besonderer Ort: Die Innenkammer von Newgrange-cairn wird nur zur Wintersonnwende von der Sonne für einige Stunden in ein intensives Licht getaucht, von dem gesagt wird, es sei überirdisch. Wer ersann das dramatische Licht-Schauspiel in dieser megalithischen Steinkammer, die sonst in tiefstem Dunkel liegt?
Ein Lichtstrahl gleitet bei Sonnenaufgang geheimnisvoll entlang der gewaltigen Steinkolosse und erreicht, zunächst wie ein schmales 'Sonnen-Schwert', den innersten, tiefstgelegenen Bereich des cairns, dort wo sich einst eine flache, parabolförmige Steinplatte befand.

Von der einstigen Bedeutung des Hill of Slane kündet neben wenigen Klosterruinen heute nur noch ein kleiner Friedhof um die verfallende Kirche.

Das dort im Jahre 512 n.Chr, gegründete Klosterwesen erblühte einst unter der Dynastie von SIL NÁEDO SLÁINE, den Königen von Bréga. Noch im 8. Jahrhundert scheint die Tradition dieser alt-irischen Dynastie ungebrochen gewesen zu sein, denn sie hatten als zentral-königlichen Sitz KNOWTH inne, einen der heiligsten prähistorischen Orte im Boyne Valley, einen der spirituellen Brú-Paläste. Dadurch erwarben sie den außergewöhnlichen Titel RÍ CNOGBA. Sie herrschten in Frieden über ein großes Territorium, dessen Bevölkerung sie zu ungewöhnlichem, auf Landwirtschaft begründetem Wohlstand verhalfen.

Hill of Tara im 'Tal der Hochkönige'
Geheiligter Boden war Irland auch für die Hochkönige, die Ihre Paläste ganz in der Nähe von Newgrange auf dem Hill of Tara erbaut hatten. Dort steht noch heute der Lia Fáil, der Heilige Menhir, der einen Schrei ausstieß, um die Wahl der Könige zu bestätigen.

Tara war auch eine der letzten Bastionen des 'Heidentums' in Irland. Dort bekämpften der Hochkönig und seine Druiden vergeblich den National-Apostel St. Patrick, dessen verbotenes Anzünden des Osterfeuers auf dem Hill of Slane symbolisch das Licht des Christentums ins Land brachte. Trotz der Frömmigkeit der Iren, wurde Tara im Jahre 1843 erneut zum National-Heiligtum erkoren!

 

Loughcrew Cairns

In Loughcrew, nord-westlich von Tara, von dessen Erhebung aus man 18 Grafschaften Irlands überblickt, ist man dem Kosmos weit näher als anderswo.

Die Entstehung der über 4 Hügel verteilten Menhire, Steinkreise und Cairns werden in der irischen Folklore einer 'HAG' (Hexe) zugeschrieben, die eine Riesin war. Während sie von einem Hügel zum anderen sprang, verstreute sie aus ihrer Schürze so viele Steine, daß sich zahlreiche Cairns aufhäuften.

Doch in der frühen Mythologie ist dort vom Wohnort der QUEEN TAILTIU die Rede, die den Licht-Gott und späteren König LUG als Pflegekind angenommen und erzogen hatte.

Andere Legenden sprechen von einer Frau mit übermenschlichen Fähigkeiten, die unter dem Namen CAILLEACH BHÉARRA auch in Verbindung gebracht wird mit der alt-heidnischen, absolut souveränen Herrscherin des Landes, von deren Zustimmung die Wahl der Könige und deren Privileg der Rechtsprechung abhing.

 

Der größte, von 6 kleineren Cairns umgebene 'Cairn T', auf dem östlichen Hügel von Loughcrew, wird im Volksmund 'Hag's Cairn' genannt. Er wird auch als Sitz des legendären Königs OLLAMH FODHLA angesehen, dem 'der die Gesetze kannte' oder 'der die Gesetze erließ'.

Doch das ist die jüngere Geschichte des Cairn 'T', er birgt ganz andere Geheimnisse: Spiralen, Sonnenzeichen und andere ‘rock-art’ Gravuren, die während der Morgendämmerung an den Tagen um die Frühlingstagundnachtgleiche im gleißenden, goldenen Sonnenlicht aufleuchten. 

Ein fast rechteckiger Sonnenfleck wandert, wie von magischer Hand geführt, genau über die Steinzeichnungen und umrahmt auf dem hinteren Stein in der Tiefe der letzten Kammer eine Zeichnung, die acht Blütenblättern ähnelt, ... ein Hinweis auf die 8 solaren Zyklen der Sonne.

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