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Frankreich - Nord-Elsass

 

Kraftorte im Keltenland

 

Michaelsberg - Saverne - Grottenheiligtum Lourdes -

Abtei Marmoutier - Chateau Haut Barr - Donon, der 'Berg der Götter'

 

Wie an vielen anderen Orten auf dem west-europäischen Kontinent, sind die Wurzeln unserer vorzeitlichen Vergangenheit auch im nördlichen Elsass sichtbar. Ganz besonders das Gebiet um das Städtchen Saverne war heiliges Land der Kelten, und nicht zu übersehen sind die Spuren der vor-keltischen Zeit, in der die Große Göttin und die Mutter Erde hier verehrt wurden.

 

Die Römer setzten ihre Heiligtümer auf die alten Kultplätze und huldigten dort ihren Licht- und Sonnengöttern. Gallier, Alemannen und Germanen beteten noch in römischer Zeit auf den hohen, spektakulären roten Sandsteinfelsen im links- und rechtsrheinischen Grenzgebiet.

Und auch die Christen haben die 'Orte der Kraft' für ihre Kirchen und Klöster genutzt. Die mächtigen Bischöfe von Straßburg verlegten ihre Depandance nach Saverne, (römisch 'Tres Tabernae' - deutsch Zabern).

Auch sie haben sich nicht gescheut, wie vormals die Römer, die L'Eglise Notre Dame de la Nativite auf dem Hügel zu erbauen, auf dem ein altes Heiligtum stand.

 

Lange vor den Römern sind hier auch germanische Stämme durchgezogen. Sie haben die alten germanischen Gebräuche und Einweihungsrituale mitgebracht, möglicherweise auch die verwitterten 'Sargsteine', die heute noch auf dem Kirchenareal stehen.

 

Saverne liegt an der 'Zaberner Steige', die sich nach Nordwesten zum Michaelsberg hinzieht, einem vorzeitlichen Platz, an dem nicht nur der Hl. Michael die Kraft des Drachens (Erdenergie) lenkt.

Bis heute ist der Michaelsberg ein bekannter Wallfahrtsort. Seitlich unterhalb der Kapelle liegt eine beeindruckende Felsengrotte mit urtümlichem Einweihungs-Charakter. Im Boden ist ein 'Steinbett' eingelassen, in das ein menschlicher Körper passt.

 

Die Kapelle auf dem Gipfel, die 1593 auf alten romanischen Fundamenten wieder aufgebaut wurde, stellt einen bedeutenden Wallfahrtsort für die Einwohner der Gegend dar und wurde 1848 restauriert. Der Altar steht auf einer Isis-Linie, dort stärkten sich Menschen zu allen Zeiten mit positiver Lebensenergie. Und bis heute wird dort zur Sommersonnwende das 'Johannisfeuer' angezündet und am Michaelstag eine Gipfelmesse gelesen.

Die Kapelle ist, neben der christlichen Einrichtung, ausgestattet mit einer Reihe von Originalen keltischer Symbole, die keinen Zweifel am keltischen Erbe lassen. Sie zeigen in ihren Windungen und Spiralen den Verlauf der Kräfte des Ortes an. 

Aus keltischer oder gar vor-keltischer Zeit stammt eine runde Steineinlassung am Vorsprung des Michaelsberges, eine flaches Steinbecken das als 'Hexenkreis' bekannt ist. Es wurde aufgrund seiner besonderen Strahlenkonzentration für rituelle Zwecke genutzt, die Radiästheten nennen das einen 'Kosmo-tellurischen Kamin'.

 

Am Fuß des Michaelsberges liegt in der Ortschaft Eckartswiller (nahe der Dorfkirche) aus uralter Zeit ein Grottenheiligtum der ganz besonderen Art, die 'Quelle von Lourdes'. Die Quelle ziert heute natürlich eine Marienfigur, was nicht über die Altertümlichkeit des Ortes hinwegtäuschen kann. Ein rechteckiger, vor der Quelle angebrachter Steinkreis weist auf das Megalithikum hin; ein ähnlicher Charakter ist an sehr alten Stätten in der Bretagne zu finden, z.B. im Fôret de Broceliande.

 

Oberhalb der Quelle will ein archaisches Waldheiligtum aus mächtigen Felsquadern entdeckt werden. Geht man um die Quelle herum, führt ein kleiner Pfad den Hügel hinauf in ein Waldgebiet, und ehe man sich versieht, steht man vor mächtigen Felsen, die im Wald wie 'hingewürfelt' liegen. Teilweise bilden sie einen Cromlech, von dem man nicht weiß, ob ihn die Natur erschuf oder ob Feen ihn errichtet haben. Orte wie dieser sind umgeben von Legenden über Feen und Hexen, die einst in der Lage gewesen sein sollen, gigantische Bauwerke zu erschaffen.

 

Diese alte Stätte mutet erhaben und unveränderbar an, trotzdem ist sie lebendig sobald man sich darauf eingelassen hat. Wen wundert es, daß der Wald dort wie ein Märchenwald erscheint. Hier überschneiden sich viele Dimensionen, an denen wir teilhaben können.

Über diesen Feengarten wacht ein 'Steinernes Tor', das aus zwei mächtigen Fels-formationen besteht, von dem aus die Quelle Lourdes am Fuß des Hügels einst gespeist wurde.

 

 

Südlich von Saverne liegt das Chateau du Haut Barr, ursprünglich ein gigantisches Felsenheiligtum der Großen Mutter. Die fast aus dem Felsen hervortretende kleine Marienkapelle ist ein ganz besonderer Platz.

 

In Marmoutier, am 'Maursmünster', verweisen auffallende Steinreliefs auf keltische Traditionen, die sich auf einzigartige Weise in der geheimnisvollen Krypta des Münsters darstellen:
Ein Kraftort, welcher in späterer Zeit der Einweihung und als Grablege der Merowinger-Könige diente.

 
In der Tiefe der Gruft sind die Relikte eines steinzeitlichen Kultplatzes erhalten sowie die Gräber von Druiden und Merowingern. Im Jahr 590 gründete St. Leobard, ein irischer Mönch und
Schüler des Hl. Columban, hier eine der ersten keltisch-christlichen Klosterstätten, deren Ausstattung für einige Überraschungen sorgt.
Das Kloster stand unter dem Schutz des Merowingers Childebert II., König von Austrasien.

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Literaturhinweis auf mein Buch:

DIE MEROWINGER - Eine historische und spirituelle Spurensuche

Neue Erde Verlag

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Einweihung scheint das große Thema verschiedener Orte um Saverne gewesen zu sein, denn an so manchem Platz wurden gleich mehrere der seltenen 'Sargsteine' entdeckt (einer befindet sich an den Externsteinen) - eine absolute Rarität in Europa. Doch hier, nicht nur in der Krypta der Abtei von Marmoutier, sondern auch auf dem Gelände der Kirche 'Notre Dame de la Nativite' in Saverne, stehen unbeachtet, neben römischen Säulenstümpfen, die vom Zeitgeist vergessenen Sargsteine.

Und auch der südlicher gelegene 'Donon', der 1008 m hohe heilige Berg der alten Götter, ist seit 5.000 Jahren als Sakralstätte und außergewöhnlicher Ort der Kraft im Fokus der Völker Er ist ein 'Highlight' der alt-ehrwürdigen Kraftorte im Elsass. Forschung und Ausgrabungen verweisen auf eine legendäre Vergangenheit.

 

Wie auf viele der keltischen Heiligtümer, erbauten die Römer auf dem Donon ihre Tempel und weihten sie ihren Göttern. Auf dem Gipfel befindet sich eine halbkreisförmige Mauer an der sieben Stelen lehnen, die römische Götter darstellen, die meisten sind dem Gott Merkur geweiht. Es sind Abgüsse der Originale, die sich im Museum von Epinal befinden. In der Mitte des Halbkreises kann man den ehemaligen Standort eines Altares ermitteln. Andere verbliebene Mauerreste sind Überbleibsel eines alten Merkur- oder Teutates-Tempels, der im Jahr 103 n.Chr. errichtet wurde.

Als Ferratus Mons, als Framont oder Frankenberg bekannt, erhielt er in jüngerer Zeit wieder seinen alten Namen Donon. Der Donon dient seit 5000 Jahren als Sakralstätte, er ist ein außergewöhnlicher Ort der Kraft, der bei der elsässischen und lothringischen Bevölkerung und bei vielen anderen Besuchern bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.

 

Bereits der Aufstiegsweg vom Forsthaus zum Gipfel ist von besonderer Art. Hier entdeckte der Kraftortkenner Adolphe Landspurg zwischen zwei umgeworfenen Menhiren sowie zwischen zwei einander gegenüberliegenden Felsen zwölf verschiedene Erdstrahlungen, die zusammengerückt und konzentriert ein erstes energetisches 'Tor' bilden.
Der Weg führt dann über eine Neutralzone zu einer weiteren unsichtbaren 'Pforte', die ebenfalls aus zwölf verschiedenen nahe beieinanderliegenden Erdstrahlen besteht. Beim Durchschreiten betritt man die 'Tabuzone' des alten Heiligtums. Diese 'energetische Anordnung' von Erdstrahlen findet sich beim Aufstieg noch mehrmals bevor man den 'Heiligen Tempel' betritt, der mit dem Gebiet um den Gipfel des Donon identisch ist.
Eine Anordnung wie diese, besser gesagt eine derartige 'Einrichtung', gibt uns eine Vorstellung davon, was ein Heiliger Naturtempel oder ein Heiliger Hain der keltischen Druiden gewesen ist.

 

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