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Frankreich - Bretagne

 

 

Heilige Stätten der Megalithzeit

 

Dolmen - Alignments -Menhire

 

- Carnac

 

- Mont Dol

 

- Mont Saint Michel

 

- Forèt de Brocéliande

Riesige Menhire und Erdwälle aus prähistorischen Zeiten zeugen von der Bedeutung des Gebietes rund um den Marktflecken Carnac. Hier findet man einige der ältesten Bauten und das größte Megalith-Zentrum der Welt. Es stammt aus der Zeit um 5.000 v.Chr. - fast 2.000 Jahre älter als Stonehenge oder die ägyptischen Pyramiden.

 

Die schönsten Anlagen sind zweifellos die Alignements von Le Ménec, Kermario und Kerlescan, die sich nördlich von Carnac in einer Kette von 4 Kilometern von Nord-Osten nach Süd-Westen erstrecken.

 

Unerschöpflich ist die Vielfalt megalithischer Bauwerke in der Bretagne.

 

Der Menhir von Champ-Dolent bei Dol-de-Bretagne ragt 9,50 Meter in den Himmel und ist ca. 130 Tonnen schwer.

In der sich ständig wandelnden Landschaft der Bucht um den Mont Saint Michel bietet die unveränderliche Masse des Monts den Menschen seit uralten Zeiten das Gefühl einer heiligen, mächtigen und ewigen Gegenwart.
Dieser Berg, auf dessen Gipfel seltsame elektrische Lichtphänomene auftreten und der, den Legenden nach, geheimnisvolle Tiefen verbirgt, ist eine Verbindung zwischen Himmel, Erde und unterirdischer Welt. Er stellt also die ideale Kommunikationsachse zwischen den Göttern und den Menschen dar.

 

Bereits im Neolithikum, zwischen dem 5. und 3. Jahrtausend vor unserer Zeit, war der Felsen ein geweihter Ort. Übereinstimmende Elemente lassen die unterirdische Existenz eines megalithischen Dolmen oder einer Dolmen-Reihe in der Nähe des Gipfels vermuten.

 

Der Mont steht andererseits mit den auf den umliegenden Hügeln aufgestellten Menhiren in Verbindung, die mit ihm eine etwa dreißig Kilometer lange und perfekt gefluchtete Linie bilden. Die mit diesen Megalithen verbundenen traditionellen Legenden stehen alle auf die eine oder andere Weise mit dem erst in christlicher Zeit dem Hl. Michel geweihten Mont in Zusammenhang.

 

Sie lassen die Entwicklung von Themen der Mythologie und der Vorgeschichte ahnen. Im Rahmen dieser entschwundenen Mythologie kann der Kampf von zwei Riesen an die Gründungsmythen der ältesten Religionen angenähert werden: Zwei gegensätzliche Kräfte stehen sich gegenüber. Erst mit dem Fundametalismus christlicher Eiferer wurde der Heilige Michael zum 'Drachentöter', davor war er das Sinnbild dafür, die gegensätzlichen Erdkräfte zu lenken und in Harmonie zu bringen.

 

 

Der mystische 'Foret de Brocéliande'

Doch der Geheimtipp der Bretagne liegt abseits der vielbesuchten touristischen Routen.

Südwestlich der Stadt Rennes hat sich im Foret de Paimpont das größte Waldgebiet der Bretagne erhalten, bekannt auch als sagenumwobener Wald von Brocéliande. Einst bedeckte dieser Wald riesige Flächen.

 

"Jedermann kann den Wald von Paimpont durchqueren, doch nur wenige kommen Brocéliande nahe. Brocéliande existiert nicht auf der amtlichen Landkarte. Es ist ein Wald, den man in sich selbst trägt und dem man immer erhofft zu begegnen - ein Wald des Traumes und der Verzauberung." So beschreiben es die Bretonen.

 

Brocéliande beinhaltet die Vorstellung des Jenseits, der keltischen Auffassung des Übernatürlichen. Die Welten der Götter, der Feen, der Geister der Verstorbenen befinden sich nicht in entfernten Zeiten und Räumlichkeiten. Ihre Grenzen, die oft die Gestalt eines Flusses oder eines Sees annehmen, können sich aufheben. Brocéliande ist ein Teil der Pforten zum Jenseits, durch die der Mensch ins Übernatürliche Eintritt hat. Diese Vorstellung überholt unsere heutige Wahrnehmung der Welt überall und jeden Augenblick.

 

Dennoch ist es ein wahrhaftiger Wald, wo man sich inmitten der sichtbaren Felsen, der einsamen Heidefelder, dem Hochwald der Eichen und in der Anwesenheit der Gewässer verlieren kann. Entsteht sein Zauber durch wundervolle Wesen, die vielleicht Götter waren bevor sie zu Romanhelden wurden?

 

Die Landschaft ist hier mit den Träumen der Menschen und mit den Legenden der Vergangenheit ausgestattet, vor allem mit den Legenden von Artus und dem 'Zauberer' Merlyn. Artus und die Ritter Yvain, Gauvain oder Lancelot, pflegten seltsame Beziehungen zur übernatürlichen Welt und bewiesen außergewöhnliche Fähigkeiten. Es kam vor, daß die Feen Morgane, Viviane und Laudine sehr menschliche Gefühle erlitten. Und Merlyn, die Seele des Waldes, spielte die Rolle des Fürsprechers zwischen Mensch und Natur, dem Menschlichen und Übernatürlichen.

 

Wie aber kamen alle diese Legenden in die Bretagne und erhielten sich standhaft im Brocéliande ?

Um Brocéliande zu verstehen muß man erfahren, daß es eine Öffnung, ein Zwischenreich seit Urzeiten war und noch heute darstellt, das nicht mit unserer Ratio zu erklären wäre. Man könnte vermuten, dass sich hier ein Vakuum zwischen den Dimensionen befand, welches den Übergang zwischen England und der Bretagne ermöglichte. Aber solche Geheimnisse sind nur etwas für 'wissende Träumer'.

 

In diesem Wald wird Merlyn's Grab vermutet und der See von Viviane. Wen wundert es, dass die Bretonen behaupten, Merlyn sei im Broceliande in den Armen der 'Dame vom See' gestorben.

Doch die geheimnisvollen megalithischen Steinsetzungen in diesem Wald stammen aus einer anderen, viel älteren Zeit. Man findet sie nur auf geheimnisvollen, weiten und verschlungenen Wegen.

 

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