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Durch Süd-England nach Cornwall

Alle auf diesem Reiseweg genannten Orte liegen auf dem Drachenstrom, einem gewaltigen, sich vom äußersten Westen bis in den Osten Englands hinziehenden, Kraftstrom von Erdenergien. Er setzt sich in Höhe des gleichen Breitengrades fort. Der Drachenstrom hatte seit Vorzeiten einen legendären Ruf, seine Kräfte waren bekannt, hier finden wir auch auf dem Kontinent, bis in die nördlichen Steppen Russlands, ganz ähnliche megalithische Steinsetzungen.

 

So auch im Dartmoor, einem Hochmoor mit Farn, Flechten und Heidekraut, mit krummen Birken und Krüppelkiefern. Hier herrscht vorwiegend Nebel, mit gelegentlichen Aufheiterungen. Wäre es nicht so, das Dartmoor wäre nicht, was es ist, ... eine dem Menschen unheimlich erscheinende Gegend. Umso mehr sind die uralten Steinkreise von Volkslegenden umgeben, wie die Three Boys oder Nine Maidens, das jedoch sind nur ihre Namen aus der Bronzezeit.

Diese Steine stehen seit der Vorzeit stumm und rätselhaft im Moor, in magischen Kreisen, rituellen Doppelreihen oder alleine auf verlorenem Posten. Die Steinkreise, Steinalleen und Menhire in Merryvale erscheinen über die Jahrtausende fast in den Boden gesunken zu sein.

 

Dartmoor mit seinen Hügelkämmen und die durch Erosion entstandenen ‘Steinköpfe’ darauf, bietet ein ideales, von der Natur errichtetes Gebiet für den Drachenstrom. Er verbindet hier Steinkreise und Menhire mit allen von der Natur erschaffenen Erhebungen und Besonderheiten. Die Erde selbst hat offenbar Vorbilder geschaffen, die der menschlichen Beobachtung zur Weiterentwicklung eines gigantischen Systemes von Energieströmungen dienten.

Diese Gegend ist fast wie eine Traumlandschaft, die vergessene Rituale aus uralter Zeit festhält und großen Respekt sowie tiefe Verbundenheit mit Himmel und Erde in unsere Zeit herüberweht.

 

Von Devon nach Cornwall überquert der Drachenstrom das Bodmin Moor oberhalb von ‘The Hurlers’, einem dreifachen Steinkreis, der als eine der bemerkenswertesten prähistorischen Stätten angesehen wird, eine ‘hilltop enclosure’. 

Innerhalb stehen drei massive Granitpfeiler. Es ist unmöglich, dem Eindruck zu entgehen, daß diese Steine das Zentrum irgendeiner Form von Einfluß sind, der auf die Landschaft der Umgebung wirkt.

Wenn man, wo immer, auf der Suche nach derartigen Steinsetzungen herumreist, wird man bald imstande sein, mit einem Blick die Plätze zu erfassen, wo man solche natürlichen heiligen Zentren der Landschaft finden wird.

Cornwall - Land's End

Land’s End, an der westlichsten Spitze von Süd-England, vermittelt ein großartiges Gefühl von Unendlichkeit und Weite. Das Schauspiel der Natur, das Spiel der Farben im wechselnden Licht der Tageszeiten, das sich an den Klippen bricht, die Unendlichkeit des Ozeans, sind atembraubend.
25 Meilen entfernt, kann man bei günstiger Witterung die Scilly Inseln sehen. Jenes verlorene, versunkene Land Lyonesse, das die Legenden und neuerdings auch die Astrologen zwischen Land’s End und den Scilly-Inseln suchen, können wir nur noch erahnen.

Wer sich beim Sonnenuntergang auf den Klippen von Land's End darauf einlassen will, dem wird vielleicht der Weg dorthin gezeigt.

Die druidischen Geschichten sprechen von dem kristallenen, gläsernen Boot Caer Wydr, welches die, die in Lyonesse willkommen sind, hinüberbringt zur versunkenen Insel. Sie erzählen von den drei rot-gläsernen Fabelbäumen, in deren Kronen Raben schweben in der Stadt Caer Idris, die tief im Berg liegt; von dem Kristall-Palast der Sidhe, in dem die in strahlendes Weiß gekleideten Erhabenen wohnen und von den beiden gewaltigen Steinsäulen, die in leuchtendem Gold und Silber, Sonne und Mond darstellen.

Die Geschichten von Lyoness ziehen sich durch Jahrhunderte, allein schon deshalb, weil sich hier der 'Drachen einst erhob, um seine Kräfte auszusenden'.  

 

Tintagel-Castel

Durch seine spektakuläre Lage an einer der schönsten Küstenlinien Englands, ist Tintagel immer ein mysteriöser Ort der Legenden geblieben. Die kleine dem Land vorgelagerte Halbinsel, an deren Kliff sich die Wellen des stürmischen Atlantik mit unerhörter Gewalt brechen, ist ein außergewöhnlich romantischer Ort, zu dem die Geschichten um Arthur, um seine Eltern Uther Pendragon und Königin Igerna, und seinen Lehrer Merlyn vieles beigetragen haben.

 

Ist dies der Ort, an dem der alte Druide Merlyn seinen Schüler Arthus mit weisen Worten belehrte?
"Und am Anfang erschuf Gott nichts, das nicht Teil von einer der beiden gegensätzlichen Welten war. Es gibt nichts in der Schöpfung, das ‘böse’ an sich ist, denn alles hat seinen Anteil am Gleichgewicht der Natur - nur der Mensch, in Unkenntnis dieses Gleichgewichtes, benennt die Dinge so.

Das Dunkel ist nicht weniger gut als das Licht; jedes von beiden existiert in göttlichem Gegensatz zu seinem Widerspruch. Kannst Du dir die Nacht ohne Tag vorstellen, den Winter ohne Frühling, die Sonne ohne Mond? Jedes Element bleibt es selbst, da wahres Gleichgewicht durch die Existenz von Gegensätzen und nicht, wie die meisten anderen annehmen, durch ihre Vereinigung erreicht wird.

Der gewöhnliche Mensch geht oft durchs Leben und fürchtet sich vor allem, was er nicht kennt oder versteht, ... vor allen dunklen Seiten des Lebens. Furcht vor dem Unbekannten ist die schwerste aller Fesseln."

 

Die Überreste der heute sichtbaren Burgruine sind noch immer überaus beeindruckend. Steile Steintreppen und mächtige Mauerreste, von zerklüfteten, erodierten Klippen eingefaßt, verleiten den Besucher zum Träumen und Genießen, ebenso wie die einzigartige, von der Brandung umtoste Merlyn-Höhle.

 

Die Herrscher der Höhle sollen einst mächtige Steinwesen gewesen sein, die an der Schwelle zwischen den zwei Welten existieren: der Welt des Lichtes und der Welt der Finsternis - denn kein Lichtstrahl erhellt die Dunkelheit der Höhle. 

So berichten die Legenden davon, daß in dieser Höhle einst ein Geschlecht von Riesen zwischen den Steinen und dem Meer gelebt habe, lange vor der Besiedlung durch Menschen. Die Riesen sollen die große Höhle selbst aus dem lebendigen Fels des Berges geformt haben, um zahllose Jahrhunderte dort allein zu hausen. Noch immer sollen ihre Stimmen zu hören sein.

Cornwall Peninsula

Eine der schönsten Küstenstriche Cornwalls ist die südlich gelegene Mounts Bay, auch genannt Mousehole. Die weit geschwungene Bucht bei Penzanze begrenzt den Landzipfel, den man Cornwall Peninsula nennt. Auch dies ist ein geschichtsträchtiger Ort mit sehenswerten Besonderheiten. 

Dem Ufer vorgelagert ist der St. Michael’s Mount, der dem an der Bretagne-Küste außerordentlich ähnlich ist. Bei Ebbe gehet man auf einem schmalen Granitdamm von dem kleinen Ort Marazion hinüber. Auf der Spitze des siebzig Meter hohen Berges scheint aus dem Granit des Felsens, der Granit der Burg zu wachsen. Im Burggarten wachsen Yucca-Palmen, subtropische Pflanzen in Fülle, ein fast mediterranes Flair umgibt den Besucher.

 

Die dem Heiligen Michael geweihten Orte sind besonders charakteristisch. Auf einem solchen Vorsprung hat er nach der Sage den Drachen getötet und wurde damit zu einem natürlichen Nachfolger der vorchristlichen Gottheit, die vorher der Wächter des Drachenstromes war, und die er ersetzte. Daher wurde der Drachenstrom in christlicher Zeit umbenannt in 'St.-Michaels-Linie'.

In ganz Europa, besonders aber an den Küsten der Bretagne und Cornwalls, krönen dem Hl. Michael geweihte Kirchen und Kapellen die Gipfel von Felsen und Bergen.  

Men-An-Tol
Eine der bekanntesten Besonderheiten auf der Cornwall Peninsula ist der Men-An-Tol, eines der kleineren Monumente und dennoch nicht weniger beeindruckend.
Der Men-An-Tol besteht aus vier Steinen; einer davon ist umgefallen, zwei (etwa 4 ½ Fuß hoch) stehen aufrecht, und dazwischen steht ein runder Stein mit einem großen Loch, durch das ein Mensch gut hindurchkriechen kann.

Sein Alter ist nicht bekannt, geschätzt wird es auf etwa 4.000 - 5.000 Jahre.

Loch-Steine stehen in traditioneller Verbindung mit Fruchtbarkeit und Heilung, man schrieb ihnen hierfür spezifische Qualitäten zu.

 

Die meisten Loch-Steine liegen nahe bei Steinkreisen oder in einer Gruppe von Menhiren und werden als ‘weibliche Steine’ angesehen, deren Funktion und Gebrauch sich über mehr als 6.000 Jahre zurückverfolgen läßt. Diese Steine haben eine eher magische als astronomische Bedeutung und scheinen an Orten aufgestellt zu sein, an denen eine außergewöhnlich starke Erdenergie auftritt und gleichzeitig zu bestimmten Zeiten im Jahr Sonnen- und Mond-Aufgang bzw. Untergang mit einbezogen werden konnte.

 

Zu Neujahr war es Brauch junger Braut- und Eheleute, sich die Hände durch das Loch des Steines zu reichen, um für eine leichte Geburt des kommenden Kindes und um Schutz vor einer Fehlgeburt zu bitten.

Babys und kleine Kinder wurden nackt durch das Loch der großen Steine gereicht, um ihnen lebenslange Gesundheit und Wohlergehen zu sichern oder um sie von Krankheiten zu heilen. 
Nach traditionellem Ritual wurden die Kinder dreimal durch den Stein und danach dreimal ‘durch das Gras gegen die Sonne’ gezogen, während Erwachsene neunmal durch den Stein krochen, um Heilung und Fruchtbarkeit zu erreichen.

 

Die esoterische Bedeutung der Zahl Neun weist u.a. auf die drei Phasen des Mondes hin und symbolisiert vollkommene, unzerstörbare, immerwährende Ganzheit, somit eine angebrachte Zahl für einen heilenden, ‘heiligen’ Ort.

 

Steinkreise: Merry Maidens - Boscawen-un

 

Merry Maidens stellt einen Kreis mit 19 Steinen dar und ist der am besten erhaltene der alten Steinkreise dieser Art in der Gegend. Er liegt frei in der Nähe bestellter Felder und bietet einen weiten Blick in die nordwestliche Richtung zum Kirchturm von St. Buryan und den Zwillingshügeln von Bartinney und der Kapelle Carn Brea. Ursprünglich gehörten zu dieser Anlage, wie auch zu anderen Steinkreisen, ein Reihe von Hole-stones und weiteren aufrechtstehenden Steinen.

 

Das cornische Wort für Stein ist men (maen, meyn), die Bezeichnung ‘maidens’ steht für unverheiratete Frauen, Jungfauen, in älterer Zeit waren Priesterinnen damit gemeint.
Das Wort ‘merry’ ist eine Umwandlung von ‘Mary’. Dieser Name geht zurück auf eine Göttin, die im mittleren Westen tausende von Jahren vor der christlichen Zeit als Mutter-Göttin verehrt wurde. Der ursprüngliche Name war MA-RI, der sprachlich für Fruchtbarkeit und/oder Schöpfung stand.

 

Der Boscawen-un Kreis besteht ebenfalls aus 19 Steinen, die in einer Entfernung von jeweils zwölf Fuß angeordnet sind. Boscawen-un sticht durch zwei besondere Merkmale hervor. Einmal ist es einer der Steine im Kreis, ein ziemlich klobiger Block aus weißem Quarz, und der große Granit-Pfeiler in der Mitte des Kreises.

Der Pfeiler hat in der Nähe des Bodens zwei dreieckige Formen, die nur wenige Stunden nach Sonnenuntergang um die Sommersonnenwende einen Schatten zeigen, der zwei nach oben ausgerichtete Äxte darstellt. Die Axt war einst das Symbol der Großen Muttergöttin und der Ausdruck von Fruchtbarkeit und Erneuerung.

 

Während der Granit-Pfeiler eindeutig die männliche Kraft symbolisiert, wird die weibliche Energie im Kreis durch den weißen Quarzstein vertreten, der im Süd-Westen angelegt ist - in der Richtung, in welcher der Vollmond während der Sommersonnwende untergeht. Zum Herbst-Äquinoktium im November, an ‘Samhain’, kann der an der genau gegenüberliegenden Stelle stehende Beobachter die Sonne zwischen dem Pfeiler und dem Quarzstein untergehen sehen.
Boscawen-un ist in einer direkten Ley-line mit fünf weiteren Menhiren verbunden. 

 

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