|
Geschichte
Die
Stadt Chartres liegt in einer fruchtbaren Ebene rund 90 km südwestlich
von Paris. Die Kathedrale des Ortes gehört zu den am höchsten
verehrten Sakralbauten West-Europas.
Unter
den vielen berühmten Orten und Steinwerken im Alten Europa
- so erzählt es die Legende - befand sich eine Stätte,
die so heilig war, daß ein ganzes Volk damit betraut wurde,
sie zu hüten. Man nannte dieses Volk Carnuten: Hüter der
Steine. Der Ort hieß Carnut-Is, Is heißt
DAS HEILIGSTE.
Lange bevor Gallier
und Kelten (ca. 700 v.Chr.) in diesen Teil Europas vordrangen, sind
also hier die megalithischen Baumeister am Werk gewesen, um an bevorzugter
Stelle einen mächtigen Erdhügel zu errichten, der in seinem
Inneren einen Dolmen sowie einen Brunnen barg.
Der Dolmen aus gewaltigen Steinquadern bildete eine Kammer, ein
Energiezentrum das von Kraftströmen aus dem Erdinneren und
aus dem Kosmos gespeist wurde. Derartige Strömungen spenden
allem was mit ihnen in Berührung kommt neue Lebenskraft und
Fruchtbarkeit. Hügel, Dolmen und Brunnen wurden dementsprechend
verehrt, das Wasser der Quelle - wen wundert es - war heilkräftig.
Die heute sichtbare Ausstattung des alten
Brunnens
in der Krypta ist gallo-romanischen Ursprungs.
Er reicht 33,5 m in die Tiefe.
Sieben
sternförmig angelegte Wege führten zum Heiligtum, sie
folgten kraftvollen Energielinien im Erdinneren, die als aufladende
'Heilswege' schon von Menschen in alter Zeit genutzt wurden, um
vorbereitet zu sein für den Heiligen Ort. Der Mensch erreichte
sein Pilgerziel in der Gewissheit, sich dort mit dem Göttlichen
zu vereinigen.

In späterer
Zeit errichteten gallische und britische Druiden bei Carnut-Is eine
der größten und einflußreichsten Akademien Europas.
Wo anders könnte man besser lehren und lernen? Hügel und
Dolmen gewannen damit erneut an Bedeutung.
Als
die prophetischen Priester (1000 Jahre vor der Geburt Christi) die
Vision hatten, daß eine Jungfrau ein göttliches Kind
zur Welt bringen würde, schnitzten sie aus Holz das Bildnis
einer Muttergottes mit Kind. Sie stellten die Statue in das Kraftzentrum
und nannten sie 'Die Jungfrau, die ein Kind gebären wird'.

Krypta
 |
Aus
der Übergangszeit zum Christentum stammt die erst 1976
in der Krypta entdeckte Fresque, mit der Jungfrau in ihrer
Herrlichkeit, die das Kind den hl. drei Königen zur Anbetung
vorstellt.
|
|
Die
Christen verehrten ein aus romanischer Zeit stammendes, nachgedunkeltes
Standbild als 'Schwarze Madonna'. Die kleine Kirche, die man
an diesem Ort errichtete, war dieser geweiht.
Rekonstruktion
der romanischen Madonna mit Kind, die 1793 bei einem Brand
vernichtet wurde.
|
 |
|
|
An diesem legendären Ort befindet sich heute in der Stadt
Chartres einer der rätselhaftesten Sakralbauten der Welt:
Die Kathedrale von Chartres.
Insgesamt
gab es sechs Kirchen: Die ersten fünf fielen dem Feuer
zum Opfer. Den Bau der sechsten und letzten Kathedrale, des
gotischen Gebäudes, umgibt ein Geheimnis, da keinerlei
Aufzeichnungen existieren, die die Planung oder die Erbauung
eines der größten und großartigsten architektonischen
Meisterwerke der mittelalterlichen Welt belegen.
Das
technische Wissen zur Erbauung der Kathedrale wird den geheimnisvollen
Tempel-Rittern zugeschrieben, die um 1118 n.Chr. nach Jerusalem
geschickt wurden, um nach den Geheimnissen zu suchen, die
im Allerheiligsten unter den Ruinen von Salomons Tempel
verborgen lägen. Eine
Vielzahl von außergewöhnlichen Stätten in
Europa sprechen dafür, daß die Templer fündig
geworden waren. (Die Templer standen unter dem Befehl eines
Großmeisters und entwickelten sich zu einer der mächtigsten
Geheimgesellschaften Europas. Sie sollten das alte, geheime
Wissen über Kosmos und Erde, Natur- und Lebensgesetze
und über die Heilige Geometrie in den Westen zurückbringen.)
|
 |
Innerhalb
von nur 30 Jahren, unter einem enormen
Aufwand an materiellen Mitteln (über die seinerzeit die
örtliche Kirche keinesfalls verfügte) schufen Zimmerleute,
Glaser, Bildhauer, Geodäten und Astronomen ein derart unfaßbares
Meisterwerk, daß jeder Besucher, der die Kirche betritt
seiner Faszination erliegt.
|
Die
Kathedrale birgt viele Geheimnisse und
bewusstseinserhebende Einrichtungen, u.a. das im Kirchenschiff als
Labyrinth
angelegte Fußbodenmuster

oder
das Rätsel um jene Steinplatte im Boden, auf die am Tag der
Sommersonnwende ein Lichtstrahl fällt.

|
Bis heute
konnte das Geheimnis um die Herstellung des Glases für
die Kirchenfenster nicht geklärt werden.
|
|
Ein
Besuch in Chartres hat auch heute noch den Sinn,
das Bewußtsein zu stärken, geistige Energien aufzunehmen
und die seelischen Kräfte zu regenerieren.
|