Irland

"Heiligtum der Hyperboräer"


Newgrange Cairn - 5.500 Jahre alt
Seminar-Orte:

NEWGRANGE, Knowth
Dowth
im Boyne Valley

Hill of Tara
im 'Tal der Hochkönige'

Loughcrew Cairns

Loughcrew-Garden

Hill of Slane

Trim Castle

Kells

Mellifont Abbey

Dublin

 

Ganz Irland, so könnte man sagen, besteht aus Kraftorten, wobei es schwerfällt, sich für eine bestimmte Gegend zu entscheiden.

So birgt das Tal der Könige, an der Ostküste Irlands, 60 km nordöstlich von Dublin, zahlreiche geheimnisvolle, gigantische 'cairns', die in monolithischen Kammern an den Frühlings- und Herbst-Äquinoktien sowie zur Wintersonnwende das Licht der Sonne polarisieren. Die ganze Gegend ist übersät von gewaltigen, als 'mounds' überdeckten Steinkreisen, steinzeitlichen 'ringforts' mit astronomischen Deklinationen, versehen mit rätselhaften Spiralzeichnungen und Gravierungen. In Irland spricht man dabei heute von steinzeitlicher 'Rock-Art', vielmehr aber von der 'Universal Language' - der Sprache des Universums!


Was bewegte Menschen vor mehr als 5000 Jahren, sich im 'Bend of the Boyne', an den Ufern eines kleinen Flusses niederzulassen und eine der bemerkenswertesten Stätten unserer Erde zu gestalten?
Welche Faszination lockt derzeit Tausende von Menschen zu diesem Heiligtum, so daß die Flut der Besucher für Newgrange, Knowth und Dowth organisiert werden mußte?

Welch ein besonderer Ort: Hier haben die Hyperborëer und ihre Götter sowie die Tuatha de Danaan - das geheimnisumwitterte Volk der Göttin Dana - gelebt, hierher kamen die Ägypter (!), aber lange davor, 3000 Jahre v.Chr., die Milesier als Eroberer aus dem fernen Griechen-land, später die Skythen, die Vikinger und die Normannen.

Druiden und Kelten haben ihre Spuren hinterlassen und die ersten christlichen Missionare zogen von hier aus, über die schottischen Inseln Iona und Anglesey, auf den damals so weit entfernten europäischen Kontinent: So will es von Irland aus noch heute erscheinen, denn die 'Grüne Insel', wie Irland genannt wird, zieht den Besucher in ihren magischen Bann, in ihre mystische Kultur und Geschichte!

Geheiligter Boden auch für die Hochkönige von Irland,
die Ihre Paläste ganz in der Nähe auf dem Hill of Tara erbaut hatten,
auf dem noch heute der Lia Fáil steht, der Heilige Menhir,
der einen Schrei ausstieß, um die Wahl der Könige zu bestätigen.

Dem schlichten Lia Fáil sieht man seine bewegte Vergangenheit nicht an. (links)


Tara
(Bild rechts) war auch eine der letzten Bastionen des 'Heidentums' in Irland. Dort bekämpften der Hochkönig und seine Druiden vergeblich den National-Apostel St. Patrick, dessen verbotenes Anzünden des Osterfeuers auf dem Hill of Slane symbolisch das Licht des Christentums in ein Land brachte, das anderthalb Jahrtausende später noch immer eines seiner stärksten Anhänger ist. Trotz der heutigen Frömmigkeit der Iren, wurde Tara erneut zum National-Heiligtum erkoren!

Monumentale Klöster entstanden in Irland und widmeten sich der Erziehung zukünftiger Heiliger.




Aber diese Abteien wurden nicht gegründet nach den Vorstellungen der römischen Kirche, sondern nach keltischer Tradition. Herausragende Persönlichkeiten, ehemals Druiden, Priester-Wissenschaftler und freidenkende Äbte, waren die 'Pflegeeltern' der Literatur, der Kunst und des Handwerks, deren Schätze im National Museum in Dublin aufbewahrt werden.

Zwei der am meisten auffallenden Arten von Monumenten, die von diesen Klöstern geschaffen wurden, sind Rundtürme und Hochkreuze; zwei der schönsten davon sind auf dem 'Hill of Slane' und in Kells zu bewundern, dem Ort, an dem das einmalige Book of Kells entstand, die kunstvollste frühchristliche Dokumentation des Evangeliums.

Die Innenkammer von Newgrange-cairn
wird nur zur Wintersonnwende von der Sonne für einige Stunden in ein intensives Licht getaucht, von dem gesagt wird, es sei überirdisch.

Ein Lichtstrahl gleitet bei Sonnenaufgang geheimnisvoll entlang der gewaltigen Steinkolosse und erreicht, zunächst wie ein schmales 'Sonnen-Schwert', den innersten, tiefstgelegenen Bereich des cairns, dort wo sich einst eine flache, parabolförmige Steinplatte befand.

Wer ersann das dramatische Licht-Schauspiel in dieser megalithischen Steinkammer, die sonst in tiefstem Dunkel liegt?

Wer vermag die rätselhafte Sprache in der Innen-kammer von 'cairn-T' zu verstehen?

In Loughcrew, einem einstigen Zentrum der Hyperborëer, von dessen Erhebung aus man 18 Grafschaften Irlands überblickt, ist man dem Kosmos weit näher als anderswo.

Die Entstehung der über 4 Hügel verteilten Menhire, Steinkreise und Cairns werden in der irischen Folklore einer 'HAG' (Hexe) zugeschrieben, die eine Riesin war. Während sie von einem Hügel zum anderen sprang, verstreute sie aus ihrer Schürze so viele Steine, daß sich zahlreiche Cairns aufhäuften. Bevor sie zum letzten Hügel gelangte, stürzte sie ab und brach sich das Genick.


Doch in der frühen Mythologie ist vom Wohnort der QUEEN TAILTIU die Rede, die den Licht-Gott und späteren König LUG als Pflegekind angenommen und erzogen hatte.

Andere Legenden sprechen von einer Frau mit übermenschlichen Fähigkeiten, die unter dem Namen CAILLEACH BHÉARRA auch in Verbindung gebracht wird mit der alt-heidnischen, absolut souveränen Herrscherin des Landes, von deren Zustimmung die Wahl der Könige und deren Privileg der Rechtsprechung abhing. Kaum ein Ort der alten Geschichte berührt so eindeutig das Matriarchat.

Der größte, von 6 kleineren Cairns umgebene 'Cairn T', auf dem östlichen Hügel von Loughcrew, wird im Volksmund 'Hag's Cairn' genannt. Er wird auch als Sitz des legendären Königs OLLAMH FODHLA angesehen, dem 'der die Gesetze kannte' oder 'der die Gesetze erließ'.


Amergin,
der oberste Barde der einfallenden Milesier, betrat irischen Boden mit einem stolzerfüllten Gedicht auf den Lippen:

Ich bin der Wind, der übers Meer bläst,
Ich bin eine Woge aus der Tiefe,
Ich bin das Donnern des' Ozeans,
Ich bin der Hirsch der 'Sieben Schlachten,
Ich bin ein Falke auf der Klippe,
Ich bin ein Strahl der lichten Sonne,
Ich bin die grünste der Pflanzen,
Ich bin der wilde Eber;
Ich bin ein Lachs im Fluss,
Ich bin ein See in der Ebene,
Ich bin das Wort der Weisheit,
Ich bin die Spitze eines Speers,
Ich bin der Ruf; der über die Erdenränder lockt,
Ich kann mich verwandeln wie ein Gott.

***

Das "Lied von Amergin", das als eines der ältesten Werke der irischen Literatur gilt, spiegelt den siegreichen Geist der Milesier, die zu den ursprünglichen Siedlern Irlands gehörten.


In ähnliche Richtung geht das Lied des walisischen Barden Taliesin:

Vielfache Gestalt hab' ich gehabt;
Ich war die schmale Klinge eines Schwerts;
Ich war ein Tropfen in der Luft;
Ich war ein schimmernder Stern;
Ich war ein Wort in einem Buch;
Ich war ein Adler;
Ich war ein Boot auf der See;
Ich war die Saite einer Harfe;
Ein Jahr lang war ich verzaubert in der Gischt des Wassers;
Es gibt nichts, worin ich nicht gewesen bin.

***

 

 

 

 

Lesen Sie weiter unter:

Alle Seminarreisen seit 1994

Warum lohnen sich Reisen zu Kraftorten

Informationen und Wissenswertes über meine Reisen

Zurück zur Hauptseite

 

Praxis für transpersonale Psychologie - Usch Henze